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Viktor Klaus    
Foto: Sebastian Gründler
Geburtsdatum: 19.05.1968

Im Kajak seit ca. 1983

Lieblingsbach:
Kann mich nicht entscheiden, Sjoa, Marsyandi, Verzasca, Sygykta, Brandenberger, Murg, Lontue, Futaleufu

Aufregendstes Erlebnis:
Hochwasserfahrt mit Andy und Udo auf dem Cangrejal (Honduras)
 
Mit seinen 37 Lenzen zählt er eigentlich schon fast zum alten Eisen. Dass solches keinesfalls schon rosten muss, beweist Viktor Klaus mit ausdauernder Kontinuität.
Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks taucht er an den einschlägigen Kajakzielen im Alpenraum auf. Dort werden schwerste und allerschwerste Wildwasserstrecken nur so abgespult, für die man einem Wanderpaddler schon längst eine Ehrennadel verliehen hätte.

 
Foto: Sebastian Gründler
Verzasca: Luzifer's Rutschbahn
 
So hört man Viktor gerne mal wie zum Beispiel letztes Wochenende an der Ötz im Vorbeilaufen rufen: „Jetzt gehen wir noch schnell auf die Wellerbrücke“, was angesichts der Tatsache, dass er und seine Kumpanen bereits Heiligkreuz, Obere und zwei Mal Mittlere gefahren waren ein nicht ganz unausgeschlafenes Programm ist. Paparazzi sind dabei zwar nicht direkt unerwünscht, können aber selten tempomäßig mithalten. Weswegen von Viktor hauptsächlich auch nur scharfe Bilder von hinten im Umlauf sind. Die üblichen anderen Verdächtigen im Klaus'schen Kreise sind vor allem der Motz-Clan, Frank Bürgel, und alle anderen, die konditionell die Fahne hochhalten.
Neben den 42 Wochenden in Ötztal, Piemont und anderen Gebieten im Alpenraum war Viktor 2005 auch mal wieder in Russland.

Mal wieder, weil er bereits 1992 mit Jonas Nöcker dort unterwegs war. Mit vorsintflutlich ausgerüsteten Kataraftern durften sie den Kitoy im Sayan-Gebirge erleben und machten damals so nebenbei die Erstbefahrung des „Narcotic Nosedive“ am Eche Gol klar.
  
Foto: Viktor Klaus

Damals Poster: Narkotic-Nosedive 1992
 
Foto: Sebastian Gründler

Viktor 2005 auf der Lednikovaya
 
  
Viktor und Jonas stellten sich ihren russischen Begleitern in Riga mit desaströsen Magenproblemen, einem kaputten Knie und zwei Krücken gleich ziemlich chefmäßig vor.
Auf dem Kitoy schüttelte man Jonas, der sich vor Magenschmerzen wand, erfreut die Hand, als man von seiner bereits erfolgten Blinddarm-Entfernung erfuhr. Später konnten die zwei durch diesen Husarenritt ihre gelittene Reputation weitgehend wiederherstellen.
Aber auch sonst lässt Viktor kaum etwas anbrennen und zeigt gern auch in süd-, mittel- und nordamerikanischen Gefilden, im restlichen Teil Asiens und auch in Afrika den örtlichen Gringos, woher der Wind bläst.
Er selbst dementiert zwar stets, es sich anzumaßen, den Locals die Windrichtung zu erläutern, aber wer ihn und sein verschmitztes Grinsen kennt, weiß worum es geht.

 
Foto: Viktor Klaus

Seinen russischen Wurzeln folgend ging es also 2005, leichtsinnigerweise mit den Paparazzi Sebastian Gründler, Jens Reinhold und Stephan Huber, ins Kodar-Gebirge in der Mitte Sibiriens.
 
Foto: Viktor Klaus

Nach fünf Tagen der Schlepperei war bereits der erste Fluss erreicht, nur ein Fingernagel von Viktor musste im Steinschlag als Verlust abgeschrieben werden. Auf traumhaftem Wildwasser ging es endlich schnell voran, nur musste man die Erkundung der interessanten Nebenbäche weitgehend auf nächstes Mal verschieben.
Monsunartige Regenfälle machten die schweren Abschnitte unfahrbar und verhinderten ein exploratives Weiterkommen. Der Rest des Vergnügungsurlaubs verlief angenehm und nur mehr mit minderschlimmen Zwischenfällen, von welchen die Aufrechterhaltung der deutsch-russischen Beziehungen an langen Abenden wohl hervorzuheben ist.   
Foto: Sebastian Gründler


Fotos: Viktor Klaus und Sebastian Gründler
Interview/Text: Sebastian Gründler
 


(Page released November 2005)

 
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