| Viktor
Klaus |
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Geburtsdatum:
19.05.1968
Im Kajak seit ca. 1983
Lieblingsbach:
Kann mich nicht entscheiden, Sjoa, Marsyandi, Verzasca,
Sygykta, Brandenberger, Murg, Lontue, Futaleufu
Aufregendstes Erlebnis:
Hochwasserfahrt mit Andy und Udo auf dem Cangrejal (Honduras) |
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Mit
seinen 37 Lenzen zählt er eigentlich schon fast zum alten
Eisen. Dass solches keinesfalls schon rosten muss, beweist
Viktor Klaus mit ausdauernder Kontinuität.
Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks taucht er
an den einschlägigen Kajakzielen im Alpenraum auf. Dort
werden schwerste und allerschwerste Wildwasserstrecken nur
so abgespult, für die man einem Wanderpaddler schon längst
eine Ehrennadel verliehen hätte.
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Verzasca:
Luzifer's Rutschbahn
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| So
hört man Viktor gerne mal wie zum Beispiel letztes Wochenende
an der Ötz im Vorbeilaufen rufen: „Jetzt gehen
wir noch schnell auf die Wellerbrücke“, was angesichts
der Tatsache, dass er und seine Kumpanen bereits Heiligkreuz,
Obere und zwei Mal Mittlere gefahren waren ein nicht ganz
unausgeschlafenes Programm ist. Paparazzi sind dabei zwar
nicht direkt unerwünscht, können aber selten tempomäßig
mithalten. Weswegen von Viktor hauptsächlich auch nur
scharfe Bilder von hinten im Umlauf sind. Die üblichen
anderen Verdächtigen im Klaus'schen Kreise sind vor allem
der Motz-Clan, Frank Bürgel, und alle anderen, die konditionell
die Fahne hochhalten. |
Neben
den 42 Wochenden in Ötztal, Piemont und anderen
Gebieten im Alpenraum war Viktor 2005 auch mal wieder
in Russland.
Mal wieder, weil er bereits 1992 mit Jonas Nöcker
dort unterwegs war. Mit vorsintflutlich ausgerüsteten
Kataraftern durften sie den Kitoy im Sayan-Gebirge erleben
und machten damals so nebenbei die Erstbefahrung des
„Narcotic Nosedive“ am Eche Gol klar. |
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Damals Poster: Narkotic-Nosedive 1992
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Viktor 2005 auf der Lednikovaya
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Viktor
und Jonas stellten sich ihren russischen Begleitern
in Riga mit desaströsen Magenproblemen, einem kaputten
Knie und zwei Krücken gleich ziemlich chefmäßig
vor.
Auf dem Kitoy schüttelte man Jonas, der sich vor
Magenschmerzen wand, erfreut die Hand, als man von seiner
bereits erfolgten Blinddarm-Entfernung erfuhr. Später
konnten die zwei durch diesen Husarenritt ihre gelittene
Reputation weitgehend wiederherstellen. |
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Aber
auch sonst lässt Viktor kaum etwas anbrennen und zeigt
gern auch in süd-, mittel- und nordamerikanischen Gefilden,
im restlichen Teil Asiens und auch in Afrika den örtlichen
Gringos, woher der Wind bläst.
Er selbst dementiert zwar stets, es sich anzumaßen,
den Locals die Windrichtung zu erläutern, aber wer ihn
und sein verschmitztes Grinsen kennt, weiß worum es
geht.
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Seinen russischen Wurzeln folgend ging es also 2005, leichtsinnigerweise
mit den Paparazzi Sebastian Gründler, Jens Reinhold und
Stephan Huber, ins Kodar-Gebirge in der Mitte Sibiriens.
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Nach fünf Tagen der Schlepperei war bereits der erste
Fluss erreicht, nur ein Fingernagel von Viktor musste im Steinschlag
als Verlust abgeschrieben werden. Auf traumhaftem Wildwasser
ging es endlich schnell voran, nur musste man die Erkundung
der interessanten Nebenbäche weitgehend auf nächstes
Mal verschieben. |
| Monsunartige
Regenfälle machten die schweren Abschnitte unfahrbar
und verhinderten ein exploratives Weiterkommen. Der
Rest des Vergnügungsurlaubs verlief angenehm und
nur mehr mit minderschlimmen Zwischenfällen, von
welchen die Aufrechterhaltung der deutsch-russischen
Beziehungen an langen Abenden wohl hervorzuheben ist. |
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Fotos: Viktor Klaus und Sebastian Gründler
Interview/Text: Sebastian Gründler
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